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Somatic Intimacy Lab - Module 2 Relate + Repair

Gemeinsam lernen, wie gefühlte Sicherheit und echtes Vertrauen entstehen.

Zeit und Ort

12. Sept. 2026, 10:00 – 13. Sept. 2026, 18:00

Obere Zäune, Obere Zäune, 8001 Zürich, Schweiz

Über die Veranstaltung

Vertrauen entsteht nicht durch perfekte Begegnungen, sondern durch die Fähigkeit mit Brüchen konstruktiv umzugehen.


Sobald wir aus der Selbstbeobachtung in die Begegnung treten, wird es komplex: Zwei Nervensysteme mit unterschiedlichen Kapazitäten, Geschwindigkeiten und Bedürfnissen treffen aufeinander. In diesem Modul lernen wir, Begegnung als kontinuierlichen Dialog zwischen zwei Körpern zu gestalten – und Brüche als natürlichen Bestandteil von Intimität zu integrieren.


Somatische Verhandlung: Der Feedback-Loop zwischen Nervensystemen

Wenn wir Konsens ernst nehmen, dann ist er keine einmalige Abmachung, sondern ein fortlaufender Prozess: Wir tracken die Resonanz im eigenen Körper, während wir gleichzeitig die Signale des Gegenübers wahrnehmen. Statt gewohnte Rollenmuster abzuspulen, diffus mitzuschwingen oder uns anzupassen wird Interaktion zu einem bewussten Frage-und-Antwort-Spiel zwischen zwei Nervensystemen: Wie spüre ich mich? Wie nehme ich dich wahr? Was braucht es jetzt? Die Kunst liegt darin, gemeinsam navigierbar zu bleiben, auch wenn unsere inneren Tempi unterschiedlich sind. Radikale Verlangsamung ist unser Sicherheitsinstrument: Die Kapazität beider Beteiligten ist der limitierende – und gleichzeitig sicherheitsstiftende – Faktor.


Repair: Das Fundament für echtes Spiel

Brüche – ob durch Grenzüberschreitungen oder Missverständnisse – sind unvermeidlich. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Ein echter Repair-Prozess erfordert, dass wir Verantwortung für unseren Impact übernehmen, unabhängig von unserer Intention. Statt in defensive Scham oder Erklärungen zu flüchten, stellen wir die zentrale Frage: „Wie sieht Repair für dich in diesem Moment konkret aus?" Zentral ist der Zyklus Regulate-Reflect-Repair, der uns ermöglicht, kleine bis verheerende Grenzüberschreitungen oder Missverständnisse anzusprechen und somatisch sowie beziehungsdynamisch zu integrieren. Das Wissen, dass wir mit unvermeidlichen Brüchen umgehen können, ermöglicht es uns, verletzlicher in Begegnung zu gehen – nicht rücksichtsloser.


Der Fokus

Wir erforschen in diesem sex-positiven Lernraum sowohl körperliche als auch emotionale Interaktionen. Dabei werden wir Interaktionen radikal verlangsamen und uns in Körperwahrnehmung und Verkörperung üben.


Für wen?

Für Einzelpersonen und Paare, die Lust haben, ihre Beziehungsfähigkeit auf ein somatisches Fundament zu stellen und lernen wollen, was ihnen wirklich Sicherheit gibt – im Kontakt mit sich selbst und anderen.


Leitung

Michèle (Intuitive Wisdom) + Jasmin (Onda+Mare)


Wann

Modul 1 (9.–10. Mai) | Modul 2 (12-13. Sept)

Samstag 10:00-20:00 Uhr, Sonntag 10:00-18:00 Uhr


Preis

420.- pro Modul (Early Bird für Module 2: 380.- bis 12. August)

Bei gleichzeitiger Buchung beider Module 760.- (80.- Rabatt)


Voraussetzung für Modul 1

Für Anfangende und Fortgeschrittene.


Voraussetzungen für Modul 2

Modul 1 oder eine grundlegende Vertrautheit mit deinem Körper und deinen Grenzen, die Bereitschaft dein Tempo aktiv zu drosseln und innere Signale (wie Widerstand oder Lust) wahrzunehmen, und bereits erste Erfahrungen in somatischer Körperarbeit, achtsamer Sexualität oder Nervensystem-Regulation gesammelt hast.


Format & Raum

Wir kreieren einen 2-tägigen somatischen Forschungsraum, in dem wir durch Einzel- und Partnerübungen tief in das Erleben eintauchen. Als sex-positiver Lernraum sind Nacktheit, Berührung und körperliche Interaktionen mögliche und willkommen geheißen Bestandteile der gemeinsamen Erfahrung.

Die Grenze des Seminarsettings: Um Verlangsamung und Kreativität zu gewährleisten, findet innerhalb des Workshops keine Penetration statt.


Radikale Freiwilligkeit

Alles in diesem Workshop ist eine Einladung, kein Muss. Wir legen größten Wert auf deine Autonomie: Du entscheidest in jedem Moment selbst über dein Level an Beteiligung. Dein Nervensystem gibt das Tempo vor – aktives Zuschauen, Reflektieren oder Pausen sind jederzeit wertvolle und willkommene Formen der Teilnahme.

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