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Häufige Fragen zu Sexological Bodywork, Tantramassage und Ritual Play 

Hier findest Du Antworten auf die häufigsten Fragen zu meinem Angebot. Deine Frage ist noch nicht beantwortet? Schreib mir gerne! 

  • Das Ziel für deine Begleitung definierst Du im Rahmen der Sessions selbst, ich unterstütze dich dabei mit Impulsen:

    • Möchtest Du (wieder) mehr Freude, Leichtigkeit und Unbeschwertheit in dein sexuelles Erleben einladen?

    • Erkennst Du wiederkehrende Muster in deiner Sexualität und/oder deinen Beziehungen, die dir nicht dienen und die du ändern möchtest?

    • Hast Du Mühe, deine Bedürfnisse und Grenzen zu fühlen und zu artikulieren? Suchst Du einen Raum, in dem es für einmal nur um dich geht?

    • Hindert dich Scham daran, dein sexuelles Selbst zu erkunden? Traust Du dich nicht, deine Ideen und Wünsche in der partnerschaftlichen Sexualität zu leben?

    • Gibt es Fantasien, die dich beschäftigen, und mit denen Du dich ohne moralische Verurteilung auseinandersetzen möchtest?

    • Hast Du Lust, neue Arten der Berührung und Empfindung auszuprobieren und zu erfahren? Möchtest Du Neues lernen, wie z.B. weibliche Ejakulation?

    • Beschäftigen dich Herausforderungen rund um das Thema Orgasmus wie z.B. frühzeitige Ejakulation? Kommst Du in Erregung, aber nicht zum Orgasmus? Hast du noch gar nie einen erlebt? Oder denkst Du einfach, da muss doch noch mehr drinliegen?

    • Wünscht Du dir Unterstützung, um Veränderungen in deiner Sexualität bewusst wahrzunehmen und zu gestalten, z.B. nach Geburten, um die Menopause herum, am Anfang oder nach dem Ende einer Beziehung oder im höheren Lebensalter?

  • Die Sessions sind offen für Menschen jeglicher sexueller Orientierung, Beziehungsform und Geschlechtsidentität, die Lust haben, den Status Quo aktiv in Frage zu stellen und sich in einen Lern- und Forschungsraum zu begeben. Es ist unerheblich, wie viel oder wie wenig sexuelle Erfahrungen Du bereits gemacht hast, und auch dein aktueller Beziehungsstatus ist nicht ausschlaggebend für eine Begleitung. Du musst jedoch mindestens 18 Jahre alt sein.

    Für Menschen, die schwere Traumatisierungen erlebt und diese nicht psychotherapeutisch aufgearbeitet haben, bin ich nicht die richtige Wahl. Ich kann dir auf Wunsch traumasensitive Practitioner*innen und Therapeut*innen empfehlen, deren Arbeit ich kenne und schätze.

  • Eine Sexological Bodywork Session besteht aus zwei Teilen: Einerseits einem Coachinggespräch am Beginn und am Ende der Session und andererseits einem Körperarbeitsteil.

     

    Im Coaching klären wir gemeinsam deine Ausgangslage, deine Motivation und Herausforderungen und erarbeiten erreichbare Ziele: sowohl für die Session als auch für die gesamte Begleitung. Ich unterstütze dich achtsam und wohlwollend. Mein Ziel ist, dass Du dich mit deinen Themen und Herausforderungen gesehen und angenommen fühlst.

     

    Aus dieser Sicherheit heraus definieren wir gemeinsam eine Sequenz in Körperarbeit. In dieser bleibe ich bekleidet, während Du dich ganz nach Wunsch teilweise oder ganz entkleiden kannst. Der wichtigste Unterschied zur Tantramassage ist hierbei, dass es nicht (nur) um den Genuss in deiner Komfortzone geht, sondern wir vielmehr in einen Lernraum eintauchen, in dem Du möglichst angstfrei und sicher neue Erfahrungen machen kannst. Besonderes Augenmerk liegt auf deinen Körperwahrnehmungen: Welche Rohdaten liefert dein Körper, wenn Du sie nicht bereits interpretierst? 

     

    Die verwendeten Methoden sind vielfältig. So arbeite ich z.B. mit Mappings, in denen wir gemeinsam eine Landkarte deines Körpers und / oder deines Intimbereichs, wenn gewünscht auch inkl. Anus, erstellen. Möglich sind auch Explorationen, in denen wir gemeinsam verschiedene Berührungen und Berührungsqualitäten erforschen – was ist in diesem Moment stimmig, was gefällt, was nicht? Wie verändert sich das über die Zeit der Session? Oder aber ich bezeuge dich in deinem authentischen sexuellen Ausdruck oder setze deine Wünsche und Ideen (im Rahmen meiner Grenzen) möglichst perfekt um. Möglich ist es auch, in hohe Energiezustände, Trance- oder meditative Zustände zu gehen und so ganz neue Facetten von Sexualität und Sinnlichkeit zu erleben.

     

    Wichtig ist, dass Du zu jeder Zeit und unabhängig von der Methode bestimmst, was passiert. Ein Nein ist immer möglich und willkommen, und ich werde auch während der Session aktiv nach deinen Empfindungen und Grenzen fragen.

     

    Im Anschluss an die Körperarbeit besprechen wir das Erlebte, tauschen uns über deine Erkenntnisse aus und finden gemeinsam einen Abschluss und Ausblick, wie es jetzt für dich weitergeht. Bei längeren Begleitungen vereinbaren wir, wo sinnvoll, zwischen den Sessions realistisch machbare Hausaufgaben, in denen Du an deinen Themen individuell weiterforschen kannst.

  • Eine Session dauert rund 2.5 Stunden, wobei der Gesprächs- und der Körperarbeitsteil ungefähr gleich lang sind.

  • Möglich sind sowohl Einzelsessions als auch längere Begleitungen über fünf, zehn oder mehr Sessions. Diese finden üblicherweise im Abstand von drei bis fünf Wochen statt.

  • Für die Session brauchst Du ausser deiner Offenheit und einem kleinen bisschen Mut nichts mitzubringen. Vor Ort besteht die Möglichkeit, vor und nach der Session zu duschen.

  • Sessions finden in der Stadt Zürich statt. Den genauen Ort teile ich dir bei der Buchungsbestätigung mit.

     

    Für Buchungen ausserhalb kontaktiere mich bitte, wir finden sicher einen Weg.

  • Du kannst einzelne Sessions, aber auch Abos über fünf oder zehn Sitzungen buchen. Die aktuellen Preise findest Du hier.

     

    Für Menschen, die finanziell eingeschränkter leben müssen, gibt es die Möglichkeit, von Bodywork sospeso zu profitieren. Kontaktiere mich, wenn dich dies interessiert.

  • Sessions können Sinn machen, wenn Du Lust hast, etwas Neues zu entdecken und dich besser kennenzulernen, aber auch dann, wenn Du unter Leidensdruck stehst und eine Veränderung notwendig ist. 

     

    Für ein kostenloses, unverbindliches Kennenlerngespräch kannst Du mich gerne jederzeit kontaktieren.

FAQ Sexological Bodywork 

  • In einer Tantramassage geht es vor allem um Genuss, Lust und Entspannung. Für viele kann die Erfahrung, einfach nur empfangen zu dürfen, etwas ganz Neues und Ungewohntes sein. Das eigene Ich und die eigene Lust kann ganz anders erlebt werden, wenn die Sorge um das Wohlergehen des Gegenübers einfach mal wegfällt. 

     

    Wenn Du Themen in deiner Sexualität hast, in denen Du dir eine Veränderung wünscht oder die du intensiver reflektieren möchtest, ist Sexological Bodywork besser geeignet.

  • Eine Tantramassage ist für alle Menschen geeignet, die Lust auf eine Pause vom Alltag haben. Die sich hingeben und sich ganz spüren möchten. Die Sessions sind offen für Menschen jeglicher sexueller Orientierung, Beziehungsform und Geschlechtsidentität, die mindestens 18 Jahre alt sind.

  • In der Tantramassage wird zwischen einer gebenden und einer empfangenden Rolle unterschieden. Im Empfangen dreht sich alles um dich, deinen Körper und deine Seele. Du musst in dieser Zeitspanne nichts leisten, nicht tun, niemandem entsprechen. Lass dich fallen, spür nach, was du jetzt grade willst und brauchst. Beweg dich mit, wenn dir danach ist, räkel dich, dreh dich und wälz dich, immer dahin, wo es dir grad am wohlsten ist.

     

    In einer Massage kann viel Unerwartetes geschehen: Auf einer Welle von Lust und Erregung gleitet man plötzlich in einen Whirlpool voller Lachen und Freude. Dann passiert eine Weile vielleicht nichts ausser einer tiefen Entspannung. Im einen Moment ist da Erregung und / oder eine Erektion, dann wieder für einen längere Weile nicht mehr, und trotzdem fühlt es sich gut an. Immer wieder sind Menschen so bewegt, dass sie anfangen zu weinen, dass Trauer und Wut hochkommen. Tantramassage ist absichtslos. Lust und Erregung sind willkommen, wir steuern aber nicht auf einen Orgasmus zu. Wenn sich einer ergibt, ist das schön. Alles darf sein, darf gefühlt werden, gehört dazu:

     

    All of you is welcome here.

     

    Tantramassage ist mitnichten nur ruhig und entspannt. Wenn es dir entspricht und in den Moment passt, können wir auch in hohe Energien gehen und es kann laut und dynamisch werden. Tantramassagen können sowohl beruhigend als auch anregend wirken. Typisch ist der tantrische After-Glow: Viele Menschen sehen um Jahre jünger aus und strahlen, weil die tiefe Entspannung auch die Gesichtsmuskulatur erfasst.

  • Tantramassage ist Teamwork, und oft Millimeterarbeit. Zwischen einer unangenehmen und einer wohlig-erregenden Berührung liegt manchmal nur etwas mehr Druck, etwas weniger Geschwindigkeit, eine andere Richtung. Wenn etwas sich nicht gut anfühlt, wenn etwas anderes sich besser anfühlen würde: Sag es mir gerne! Für viele von uns ist es nicht nur ungewohnt, unsere Wünsche explizit zu formulieren, oft wissen wir auch gar nicht so genau, was wir wollen. Deshalb werde ich auch ab und zu nachfragen, wie es dir mit der Berührung gerade geht. 

     

    Wir Menschen haben ein eingebautes Anti-Blockiersystem ABS: Atem, Bewegung und Stimme können helfen, tiefer einzutauchen. Am Anfang mag es dir vielleicht seltsam vorkommen, aber ich ermutige dich sehr, auszuprobieren, was passiert, wenn Du dich in die Berührung hinein- oder mit ihr mitbewegst, wenn Du schneller, ruhiger oder tiefer atmest, wenn Du summst, stöhnst, tönst, brüllst. Du wirst überrascht sein, was es mir deinem Erleben und Empfinden macht. 

    Die Berührung in der Tantramassage geht von mir zu dir. Du musst nichts geben, sondern kannst dich ganz aufs Empfangen und auf deine innere Welt konzentrieren. Es ist völlig ok, wenn deine Hand mal bei mir liegt. Sobald es in ein Streicheln oder Zurückgeben von Berührung geht, werde ich sanft daran erinnern, dass Du nichts geben musst, sondern einfach nur empfangen kannst.

  • Eine Session dauert mindestens 90 Minuten, kann aber auch bis zu vier Stunden und länger sein. Die angegebenen Zeiten beinhalten die reine Massagezeit inkl. Nachruhe. Für das Vor- und Nachgespräch sowie zum Duschen rechne bitte ca. 30 Minuten zusätzlich.

  • Der Begriff "Tantra" beschreibt eine Vielzahl spiritueller Traditionen und Praktiken, die ihren Ursprung in Indien und Tibet haben. Tantra vereint spirituelle, meditative und rituelle Praktiken mit dem Ziel, Bewusstsein und Erleuchtung zu erlangen. Im Gegensatz zu anderen spirituellen Traditionen Indiens, die stark von Brahmanen und dem Kastensystem geprägt sind, ist Tantra lebensnah und öffnet den Weg auch für Laien. Körperliche und sinnliche Erfahrungen werden nicht ausgeschlossen, sondern bewusst in den spirituellen Weg integriert.

     

    Indisches und Buddhistisches Tantra

    Indisches Tantra entstand ab dem 2. Jahrhundert und strebt die Vereinigung von Shiva (Bewusstsein) und Shakti (Energie) an. Dieses nicht-dualistische Konzept verdeutlicht, dass alles im Universum eins ist. Sexualität wird hier meist symbolisch verstanden und ist in vielen Schulen kein praktisches Element, sondern Ausdruck der Vereinigung von Gegensätzen. In einigen Strömungen, insbesondere im linkshändigen Tantra (Vamamarga), werden sexuelle Rituale jedoch explizit in die Praxis eingebunden, sind aber Eingeweihten vorbehalten und keine alltägliche Praxis.

     

    Im Gegensatz dazu hat der tantrische Buddhismus, besonders im Vajrayana, eine eher meditative Ausrichtung. Hier spielt die Sexualität eine symbolische Rolle: Die sexuelle Vereinigung steht für die Vereinigung von Weisheit (prajna) und Mitgefühl (karuna), aber sie wird in einem strikt spirituellen Kontext gesehen. Körperliche Vereinigung dient nicht dem persönlichen Vergnügen, sondern der Überwindung des Egos und der Dualität. Der Buddhismus lehnt exzessiven Genuss ab, und Sexualität wird nur als Werkzeug der spirituellen Transformation genutzt – fern von weltlichen Begierden.

     

    Während im Vajrayana der Körper eine untergeordnete Rolle spielt, sieht das indische Tantra ihn als wichtiges Werkzeug für die Überwindung der Dualität. Doch auch hier ist die sexuelle Praxis auf einen kleinen Kreis von Eingeweihten mit jahrelanger Praxis beschränkt.

     

    Neo-Tantra

    Neo-Tantra, eine westliche Adaption des klassischen Tantras, entstand im 20. Jahrhundert und legt besonderen Wert auf den freien und bewussten Umgang mit Sexualität. Unter dem Einfluss von Osho (1931-1990) und anderen westlichen Lehrern rückte der sexuelle Aspekt stark in den Vordergrund. Während das klassische Tantra Sexualität eher symbolisch oder in rituellen Kontexten verstand, betrachtet Neo-Tantra sie als zentrale Komponente des spirituellen Wachstums. Sexualität wird hier als kraftvolle Energiequelle angesehen, die es erlaubt, sich selbst besser zu erkennen und gesellschaftliche Zwänge zu überwinden. Osho betonte, dass Tantra ein Weg sei, sich von gesellschaftlichen und moralischen Einschränkungen, insbesondere in Bezug auf Sexualität, zu befreien.

     

    Sexualität wird im Neo-Tantra als natürlicher und positiver Ausdruck des Lebens gefeiert. Es gibt zahlreiche Schulen und Praktiken, die diesen Ansatz weiterentwickelt haben, darunter das Diamond Lotus Institut von Andreas Andro Rothe (1941-2019) in Berlin oder das SkyDancing Institute von Margot Anand (*1944) in der Schweiz. Sie bieten Raum, um Sexualität als Teil der spirituellen Praxis zu erforschen – sei es durch tantrische Massagen, körperzentrierte Übungen oder meditative Rituale.

     

    Tantramassage im Westen

    Im Westen hat sich die Praxis der Tantramassage als eigenständiges Feld entwickelt, das oft nur noch lose mit dem spirituellen Erbe des Neo-Tantras verbunden ist. Die Tantramassage nutzt sexuelle Energien im Kontext von Bewusstseinserweiterung und somatischem Lernen. Dabei wird eine bewusste, respektvolle und achtsame Berührung des Körpers praktiziert, um Energien zu aktivieren und den Zugang zu tieferen emotionalen und spirituellen Ebenen zu ermöglichen. Die Praxis als ganzes ist an die Bedürfnisse des Westens angepasst (z.B. in Urban Tantra von Barbara Carellas) und mit anderen Ansätzen kombiniert, etwa dem traumasensitiven Arbeiten.

     

    Die Berufsbezeichnung «Tantramasseur*in» ist nicht geschützt. Verschiedene Verbände haben Richtlinien und Standards aufgestellt, um die Qualität dieser Arbeit zu gewährleisten. In der Schweiz sind dies der Förderverein und der Berufsverband Tantramassage, in Deutschland der Tantramassage-Verband e.V. sowie die Plattform Trusted Bodywork. Diese stellen  Anforderungen bezüglich der Ausbildung und haben einen Ehrenkodex.

     

    Die genannten Verbände grenzen Tantramassage von Sexarbeit ab: In einer Tantramassage bei den von ihnen zertifizierten Anbieter*innen sind Oralsex, sexuelle Vereinigung und gegenseitige sexuelle Aktivitäten ausgeschlossen. Dies gilt auch für mein Angebot. Es bedeutet aber in keiner Weise eine moralische Verurteilung oder Abwertung von Kolleg*innen, welche solche Dienstleistungen anbieten - wir offerieren schlicht einen unterschiedlichen Service. 

  • Für die Session brauchst Du ausser deiner Offenheit und einem kleinen bisschen Mut nichts mitzubringen. Du kannst vor und nach der Session vor Ort duschen.

  • Sessions finden in der Stadt Zürich statt. Den genauen Ort teile ich dir bei der Buchungsbestätigung mit.

     

    Für Buchungen ausserhalb kontaktiere mich bitte, wir finden sicher einen Weg.

  • Du kannst einzelne Sessions, aber auch Abos über fünf oder zehn Sitzungen buchen. Die aktuellen Preise findest Du hier.

     

    Für Menschen, die finanziell eingeschränkter leben müssen, gibt es die Möglichkeit, von Bodywork sospeso zu profitieren. Kontaktiere mich, wenn dich dies interessiert.

  • Tantramassagen sind ein guter Einstieg in eine vertiefte Auseinandersetzung mit dir, deinem Körper und deiner Lust. Und eine willkommene Atempause im Alltag. Für ein kostenloses, unverbindliches Kennenlerngespräch kannst Du mich gerne jederzeit kontaktieren.

FAQ Tantramassage

  • Ritual Play ist etwas für dich, wenn Du

    • spielerischen Kontakt mit anderen suchst.

    • Dich selbst und deine Verhaltens- und emotionalen Muster über einen körperbasierten Ansatz kennenlernen möchtest.

    • Deiner wilden, deiner zarten, deiner kühlen und deiner warmen Seite Raum für Entfaltung geben und dich selbst überraschen möchtest.

     

    Ritual Play kann etwas für euch sein, wenn ihr

    • Euch fragt, ob ihr eure Beziehung öffnen möchtet und was das mit euch macht.

    • Euer Polykül feiern oder neu austarieren möchtet.

    • In eurer Beziehung an einem toten Punkt angelangt seid und mit Gesprächen nicht mehr weiterzukommen scheint.

     

    Ritual Play ist eine Methode für alle Geschlechtsidentitäten, sexuellen Orientierungen und Beziehungsformen. Es lässt sich gut auch für Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen adaptieren. Ich biete Ritual Play für Menschen ab 18 Jahren an.

  • Ritual Play ist auf den ersten Blick ein unkomplizierter, spielerischer Weg, um mit anderen Menschen in denjenigen körperlichen Kontakt zu kommen, den du in diesem Moment wirklich brauchst.

     

    Nach ein paar Runden wirst Du merken: mit wem auch immer Du spielst, Du begegnest dir immer wieder selbst. Je genauer Du deine spontanen Impulse wahrzunehmen lernst und ihnen zusammen mit deinem Gegenüber folgst, desto klarer treten bestimmte Muster in deinem Verhalten zu Tage.

  • Ritual Play wird in einem Raum gespielt, in dem es mehrere Playspaces von ca. 2x2m gibt. Nach einer Einführung in die vier Regeln und Einladungen von Ritual Play suchst Du dir nonverbal eine*n Partner*in und einen dieser Spaces für das Spiel aus. Nach einem kurzen rituellen Einstieg beginnt ihr zu zweit das Spiel: Ihr könnt euch mit Blicken, Bewegung, Berührung, Lauten und Atem, aber ohne Worte begegnen. Ziel ist es, absichtslos euren Impulsen zu folgen und offen zu sein für das, was zwischen euch entsteht. Das kann zart, sinnlich und sanft sein, aber auch wild, kämpferisch, kraftvoll; tief und erdend, aber auch spielerisch und humorvoll.

     

    Parallel zu euch spielen andere Zweierkonstellationen für einen definierten Zeitrahmen, meist einige Minuten. In jeder Runde spielt ein kleinerer Teil der Gruppe nicht aktiv mit, sondern bezeugt das Spiel der andern. Die Vielfalt dessen, was Du sehen wirst, wird dich überraschen und… im besten Sinne bezaubern.

     

    Nach einigen Minuten ist das Spiel vorbei, Du verabschiedest dich von deiner Partner*in und suchst dir nonverbal eine nächste Begegnung.

    An Abendworkshops ist der erste Teil jeweils dem Ankommen in der Gruppe und Begegnungsübungen gewidmet. 

  • Eine einzelne Ritual Play Runde dauert meistens zwischen 5-10 Minuten, in speziellen Settings auch bis zu einer Stunde oder sogar mehr. Ein Ritual Play Event besteht aus einem Intro, Begegnungsübungen, mehreren Runden Ritual Play, kürzeren Sharings, und einem Abschlusskreis. Ein Event dauert zwischen 2.5 und 4 Stunden.

  • Die Einladungen werden an den Events bzw. Sessions detailliert vorgestellt. Sie umfassen in der Kürze:

    • Ziel- und Absichtslosigkeit – es gibt kein Ziel, keine Erfahrung oder Emotion, die du erreichen musst. Die Interaktion ist offen und wird durch die Zeit begrenzt.

    • Keine Selbstzensur – alle Impulse, Reaktionen, Emotionen sind willkommenes Spielmaterial. Kritisiere dich nicht dafür, sondern nimm sie aufmerksam wahr und entscheide selbst, ob Du ihnen im Rahmen der Ritual Play Regeln folgen kannst und willst.

    • Selbstfürsorge – Lass dich nur auf das ein, was sich für dich sicher und sinnvoll anfühlt,  sonst nichts.

    • Umkehrbarkeit – Spiele so, dass Du und dein Gegenüber jederzeit die Möglichkeit haben, eine Handlung oder einen emotionalen Prozess zu stoppen, zu verlangsamen, ihn neu zu starten, umzukehren oder ganz abzubrechen. Einfach gesagt: Geh es langsam an.

  • Die Regeln werden an den Events bzw. Sessions detailliert vorgestellt:

    Verletze weder dich noch andere. Beschädige weder den Raum noch die Infrastruktur.

    • Der Raum ist nonverbal: Nutze stattdessen Blicke, Bewegung, Berührung, Laute und Atem.

    • Eine Person kann den Playspace verlassen, die andere darf ihr nicht folgen

    • Das Wort Stopp unterbricht das Spiel und bietet die Möglichkeit, sich neben dem Playspace verbal auszutauschen und im Anschluss das Spiel fortzusetzen oder zu beenden.

  • Ja, vor jeder neuen Runde hast Du die Möglichkeit, nonverbal ein Gegenüber zu finden (oder dich finden zu lassen). Du kannst auch mehrfach mit derselben Person spielen, wenn ihr beide ein Ja dazu habt. Je öfter Du spielst, desto spannender wird es, auch mit Menschen zu spielen, zu denen Du den Zugang vielleicht nicht auf Anhieb findest.

  • Zwei Punkte vorweg: Es ist während des Spiels jederzeit möglich und willkommen, die Begegnung ohne weitere Begründung zu verlangsamen, zu pausieren oder auch abzubrechen. Zweitens spielen wir in meinen Workshops und Einzelsessions bekleidet. Absichtliche genitale Berührungen sind nicht Teil der Begegnung und sollen unterlassen werden.

     

    Der Ritual Play Container basiert darauf, den eigenen Impulsen zu folgen, aber auch immer diejenigen des Gegenübers wahrzunehmen und zu achten. Es gibt eine Vielzahl von Ausdrucksmöglichkeiten, deine Bedürfnisse und auch dein Nein deinem Gegenüber transparent zu machen.

     

    Darüber hinaus gibt es zwei durch die Spielregeln vorgegebene Szenarios: Du kannst den Playspace verlassen, ohne dass die andere Person dir folgen kann bzw. darf. Oder du kannst mit dem Wort «Stopp» erwirken, dass ihr beide die Matte verlasst und in einen verbalen Space eintaucht, um aufgekommene Herausforderungen zu klären. Danach könnt ihr das Spiel im Konsens fortsetzen oder beenden.

  • Sinnliche oder sexuelle Energie kann Teil dessen sein, was in der Dynamik auftaucht, aber es gibt keine Absicht, dieser zu folgen. Die Einladung besteht darin, eine Dynamik ohne Ziel zuzulassen, die sich entfaltet und diese offen und präsent wahrzunehmen und wieder ziehen zu lassen.

     

    Die Verantwortung der Spielenden besteht darin, ihren eigenen Impulsen und Reaktionen treu zu bleiben, Moment für Moment, in Beziehung, ohne diese zu verurteilen. Aber: Nicht jeder Impuls soll oder muss in eine Handlung übersetzt werden.

  • Ich biete Ritual Play in Workshops für Gruppen an, aber auch als Einzelsessions für Einzelpersonen, Paare oder Polyküle. Aktuelle Termine für Gruppen findest Du unter «Workshops und Events».

  • Wichtig für Ritual Play sind Kleider, in denen Du dich gut bewegen kannst und die dich nicht einengen – in etwa so, wie Du dich für eine Yogastunde kleiden würdest. Für Brillenträger*innen kann es Sinn machen, auf Kontaktlinsen auszuweichen oder ohne Brille zu spielen. Filigranen Schmuck oder solchen, der zu Verletzungen führen kann, bitte vor dem Spielen ausziehen. Da wir uns körperlich sehr nahe kommen, sind eine gute Körper- und Mundhygiene zentral.

     

    Ansonsten einzupacken: Deine Offenheit und ein kleines bisschen Abenteuerlust.

  • Entwickelt wurde Ritual Play von der Finnin Marina Kronkvist. Aus der Tantramassage hat sie die Ziel- und Absichtslosigkeit übernommen, aber mit einer gegenseitigen Interaktion kombiniert.

  • Playfight betont vor allem den Aspekt des Kämpfens. Die Teilnehmenden sitzen im Kreis und bezeugen meistens ein einzelnes Paar, das miteinander spielt.

     

    Bei Ritual Play sind hingegen immer mehrere Zweierkonstellationen gleichzeitig am Spielen, nur ein kleiner Teil der Gruppe bezeugt. Ritual Play ist in seinem Ausdruck vielfältiger als Playfight: Begegnungen können auch kämpferisch sein, wild und rauflustig, aber auch sehr zart, langsam und sanft.

  • Ritual Play bezeichnet das von Marina Kronkvist entwickelte Original, das sich stark auf die Polyvagal-Theorie abstützt. Nur von ihr zertifizierte Practitioner dürfen Ritual Play unter diesem Label anbieten. Unter dem Namen Primal Play, Eros Play, Rituel Play o.ä. bieten Facilitator*innen eine mehr oder weniger originalgetreue Kopie davon an, ohne von Marina zertifiziert zu sein. 

     

    Ich achte geistiges Eigentum und zolle Menschen Respekt, die über Jahre hinweg Techniken, Formate, Schulen und/oder Netzwerke aufgebaut haben. Insofern ist es für mich eine Frage des Karmas, mir ein Format wie Ritual Play nicht anzueignen und damit mein Geld zu verdienen, ohne den Ursprung dieser Arbeit wertzuschätzen. Ganz allgemein finde ich es wichtig, dass alle, die zu dieser Gesellschaft beitragen, angemessen und existenzsichernd entschädigt werden. An beiden Enden des Einkommensspektrums.

  • Die aktuellen Preise für individuelle Sessions findest Du hier. Preise für Workshops entnimmst Du bitte der jeweiligen Ausschreibung unter «Workshops und Events».

     

    Für Menschen, die finanziell eingeschränkter leben müssen, gibt es die Möglichkeit, von Bodywork sospeso zu profitieren. Kontaktiere mich, wenn dich dies interessiert.

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